Baby´s und schlafen….

…. durch Zufall bin ich auf einen Podcast gestossen: Mama-Talk-Der-Podcast Und genau das ist mal wieder mein Thema. Ich rege mich seit gut 6 Jahren über dieses Thema auf und immer und immer und immer wieder kommt es durch. Es gibt viel zu viele Eltern, die viel zu viel auf diese vielen Ratgeber hören. Und dann ist da ja auch noch Google. Vor ab möchte ich sagen, dass ich zwar auch Tante Google gefragt habe und einen ganzen Ratgeber besessen habe, aber dazu später mehr.

Als ich schwanger war, habe ich mich komplett auf mein Bauchgefühl verlassen. Das hatte dann zur Folge, dass ich Nachts um 2 Uhr, als die Blase einen Riss bekam, völlig entspannt war und mich mehr geärgert habe, dass ich nicht mehr weiter schlafen kann. Mein damaliges Freundinnentaxi habe ich auch nicht sofort erreicht. Aber auch das nahm ich völlig gelassen. Den ganzen Tag über war ich ruhig. Ich wusste das noch nichts passiert und das alles gut ist, weil mein Bauch mir das gesagt hat. Dieser Bauch ist bis heute sehr verlässlich und mein bester Berater in Sachen Kind.

Die ersten Tage vergingen und ich merkte schnell, das mein Baby nicht so viel vom alleine schlafen hielt. Für mich war das ok. Anstrengend aber ok. Immerhin war die kleine 40 Wochen in meinem Bauch. Umgeben von Wänden, in der Wärme und ganz in der Nähe von Mama. Mit ein Mal verändert sich Babys Welt. Alles ist hell, laut und irgendwie sind da drölfzig verschiedene Eindrücke. Ist doch logisch, dass Baby nun Mamas Nähe mehr denn je braucht. Zumindest ist es für mich logisch. Mein Bauch sagte mir: Lass sie in deinem Arm schlafen, nimm sie mit in dein Bett und genieße die Zeit. An dieser Stelle möchte ich sagen, dass man in den ersten ein bis zwei Jahren seine eigenen Bedürfnisse ganz nach hinten stellen sollte. Dieser kleine Mensch braucht Euch. Ihr seid das einzige was ihm Sicherheit gibt. Ich weiß nicht wie oft ich diesen Satz schon gesagt habe: Stell Dir vor du bist 40 Wochen in einer Höhle und kennst nichts anderes außer die Höhle und auf ein Mal bist du in der großen Welt. Mit Riesen, Geräuschen, Licht und allem was das Leben zu bieten hat. Schläfst du dann brav in deinem Bett? In den Babys geht soviel vor im ersten Jahr. So viele Eindrücke und Reize. Gott verdammt nochmal, akzeptiert das doch endlich mal!

Im Podcast ist ein Schlafcoach für Babys zu hören. Ich habe ihn nach 3 Minuten wieder ausgemacht, kann also nicht viel sagen, aber alleine das Wort Schlafcoach hat mir gereicht. Man kann Babys nicht antrainieren alleine zu schlafen, außer mit „Gewalt“. Sicher lernt es nach und nach den Tag und Nacht Rythmus, Das braucht aber Zeit. Wie lange habt ihr gebraucht, bis ihr Schreiben oder Lesen konntet? Eltern sollten viel öfter anfangen dran zu denken, wie es bei Ihnen war!

Unsere Tochter hat mit 2,5 Jahren das erste Mal komplett eine Nacht durchgeschlafen. Und soll ich Euch mal was sagen, dass ist ok. Wenn man sich nämlich für ein Kind entscheidet, dann entscheidet man sich gegen sein altes Leben. Dieses Thema ist so komplex, dass ich noch ewig weitere Beispiele anführen könnte. Es geht nämlich nicht nur um das schlafen, aber ich denke das führe ich wann anders einmal aus.

Zum obigen Ratgeber, den ich besaß: SCHEISS BUCH. Es nennt sich: Jedes Kind kann schlafen lernen und ist in meinen Augen eines der schrecklichsten Bücher die es gibt. Ich habe mein Kind nie schreien lassen. Warum sollte ich auch. Viele sagen: Du verwöhnst Dein Kind! NEIN! Wenn Erwachsene traurig sind und weinen, freuen sie sich auch über jemanden, der sie in den Arm nimmt. Und ein Baby noch viel viel mehr in der großen unbekannten Welt! Denkt mal drüber nach ob ihr wirklich auf die Bedürfnisse Eures Babys oder auf eure Bedürfnisse hört!

Geschafft und glücklich

So langsam ist das grobe durch. Heute steht die Wohnungsübergabe an und dann war es das erstmal. Dann können wir alles was wir haben auf das Haus konzentrieren. Wir freuen uns auf ganz viel Leben in unser neuen Hütte.

Am Anfang war ich sehr skeptisch. Das bin ich eigentlich immer. Aber je mehr ich hier wohne desto mehr war es richtig. Der Nachwuchs ist ganz aus dem Häuschen, weil sie hier einfach soviel mehr Freiheit gewonnen hat und ich bin aus dem Häuschen, weil ich soviel mehr an Platz gewonnen habe und der Mann ist sowieso schon seit Wochen aus dem Häuschen. Nun pendelt sich alles ein. Ich rangiere noch zwischen Homeoffice, ganz viel Recherche und Aufbau eines soliden Standbeines und dem alltäglichen Wahnsinn. Das Kind ist in der Schule und lernt dort einen völlig neuen Abschnitt kennen. 2017 – das Jahr im Wandel oder so. Ich habe noch soviele Ideen die ich umsetzen mag in sämtlichen Bereichen. Aber ich  muss lernen das es nur nach und nach geht und nicht alles auf einmal. Einer der weniger guten Eigenschaften an mir… geduldig sein. Naja wir werden sehen wie sich das hier alles so entwickelt und wie es vorran geht. Ich wäre schon froh über ein Büro, aber das ist aktuell noch totale Baustelle. So what, dann halt auf dem Flur. Irgendwie geht es immer und irgendwie geht es auch immer weiter!