Eltern

Manchmal habe ich das Gefühl, dass es bei der Geburt passiert. Oder es schleicht sich im Laufe der Jahre ein. Oder waren die schon vorher so? Fakt ist, dass man sich ändernt, sobald der Nachwuchs das Licht der Welt erblickt. Ich für mich persönlich sehe die Welt mit anderen Augen. Hinterfrage das Eine weniger und das Andere mehr. Habe Angewohnheiten abgelegt und andere angenommen. Worauf ich eigentlich hinaus will ist: Eltern sind anstregend.

Eine These, die ich nicht erst seit der Schule aufstelle, sondern schon viel länger. Was sich nach einem Jahr Schule aber sagen kann: Das ganze steigert sich proportional. Während es im Kindergarten 2 Eltern von ca 100 Kinder waren, sind es nun 3 Eltern von 22 Kindern.

Wie wir dürfen keine Nüsse mit in die Schule geben?! Meine Tochter braucht die! Und es ist egal, dass ein Kind eine Allergie dagegen hat!

Neee die Wahl ist so nicht gültig. Man braucht Gegenstimmen und einen richtigen Wahlhelfer. Es geht schließlich um den Präsidenten die Elternvertreter.

Mett? Beim gesunden Frühstück? Bei dem Wetter? Salmonellen? Meine Tochter ist zu jung für Gehacktes!

Helfen? Ich? Nein! Ich arbeite und kann auch keine Teig machen. Und Samstags helfen?! Einmal im Jahr? NEIN! Ich bin so beschäftigt.

Ich könnte jetzt noch mehr aufzählen und würde wahrscheinlich Seiten füllen. Ich weiß, dass es immer wieder Menschen gibt, die mit der Schaukel zu nah an der Hauswand geschaukelt haben die einfach anders sind. Die anders denken und anders Leben. Ich akzeptiere das auch meistens und beiße mir auf die Zunge. Was ich aber absolut nicht nachvollziehen kann, ist die Tatsache, das deren eigene Kinder absolut nicht davon profitieren. Ich muss mich doch selber als Mutter fragen, was passiert mit meinem Kind, wenn ich so und so reagiere? Kann man da nicht mal über den eigenen Schatten springen?!

Jeden Tag beiße ich mir auf die Zunge und lasse Trulla machen. Jeden Tag schaue ich ein wenig mehr weg und stehe ihr nur zur Seite, wenn sie mich braucht. Ich muss ihre Freunde nicht mögen und ich muss auch nicht mögen, dass sie klettert. Aber sie muss es tun. Für sich. Ich muss auch nicht alle Eltern mögen und ich muss auch nicht bei jeder Veranstaltung dabei sein, aber ich dennoch bin ich nett zu allen und versuche so viel wie Möglich zu unterstützen, damit die kleinen ihre Ausflüge machen können, damit sie Kekse backen können und damit sie die nächste Einschulung ausrichten können.

Kinder zu haben heißt nicht Bequemlichkeit, sondern Verantwortung!

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