Willkommen auf dem Dorf

Auf dem Dorf wo Tiere leben. Tiere die Laute von sich geben. Tiere die vielleicht ab und an auch mal groß und klein müssen. Tiere die was zu fressen brauchen. Und damit sie das können gibt es einen Bauern, der seine Felder hegt und pflegt und diverses anderes damit tut. Damit er das damit machen kann braucht er vielleicht auch einen Trecker. Ok, mit der Hand und manuell wäre wahrscheinlich leiser, aber deutlich anstregender und auch nicht so effektiv. Damit die Pflanzen, welche nicht nur dem Futter der Tiere dienen, sondern auch dem Futter für uns, also damit diese Pflanzen nun überhaupt in die Erde kommen können, muss gepflügt werden. Aber hey, wieso nicht mit einem Pferd und Pflug dahinter. So wie damals und soooo leise. Und überhaupt war Früher doch alles besser. Nehmen wir also mal an, der Bauer würde tatsächlich so wie Früher alles per Hand erledigen. Nehmen wir mal an keiner hätte einen Trecker oder andere Dinge, die außer die Tiere Krach machen. Was glaubt ihr denn wieviel Sorten Brot ihr dann noch in Eurem Billig Discounter kaufen könnt? Was glaubt ihr was dann ein Liter Milch kosten wird und wieviel verschiedene Käsesorten es geben würde?! Da ist nämlich das Problem. Jeder möchte die Auswahl zwischen 2348327 Sorten Käse, jeder möchte beim Aldi um die Ecke sein billig Brot und jeder möchte Ruhe. Es gibt Ausnahmen, das weiß ich, aber sprechen wir hier doch mal von der Mehrheit dieser tollen Gesellschaft. Über die, die sich aufregen, wenn der Bauer Gülle fährt. Über die, die sich aufregen, wenn die Kuh morgens um 6 ein Muh von sich gibt. Über die, die sich aufregen, wenn Ende Sommer die Ernte eingebracht werden muss. Über die, die einfach 0 Toleranz und Rücksichtnahme kennen.

Hier bei uns auf dem 900 Seelen Dorf fahren gefühlt das ganze Jahr Trecker und tun Dinge. Bauern Dinge. Ich habe mich noch nie davon gestört gefühlt. Meistens raten wir anhand des Geräusch des Treckers, welcher Bauer gleich vorbei düst. Oder machen uns eine Spaß daraus, wenn Bauer F. mal wieder gefühlte 784 Silageballen durchs Dorf schiebt. Oder wenn der Mähdrescher Ende des Sommers lustig Piep wie oft er das noch tut, bevor er das Feld zu Ende gemäht hat. Diese Dinge würden mir alle fehlen. Dinge die zum Leben dazu gehören. Dinge die Kinderaugen glücklich macht. Dinge die dir sagen welchen Jahreszeit naht. Dinge die obige Menschen einfach nicht sehen und sehen wollen.
Ich mag es, wenn das Schaf mäh macht. Man mäht zurück. Vielleicht ergibt sich ein Gespräch. Ich mag es, wenn die Schwiegerkühe auf ein Rufen mit Muh antworten. Wenn sie angelaufen kommen und das vielleicht auch nur um ein Brötchen abzustauben. Diese großen ruhigen Tiere. Niemand kann das nachempfinden, der es nicht selber erlebt hat und das Leben auf dem Dorf akzeptiert.

Warum ich diesen Artikel schreiben? Ich bin vor ein Tagen auf ein Video aufmerksam geworden. Durch die Sendung „Die Büffelranch“ sind wir damals auf sie aufmerksam geworden.
Hof Barslund

Verdammt symphatisch und ehrlich. Wer sich das erwähnte Video mal ansehen mag
Link zum Video KLICK
Dem ist auch absolut nicht mehr hinzufügen! Absolut nichts.

Leider ist das Problem was er beschreibt kein Einzelfall und nicht nur auf die Landwirtschaft anwendbar. Es ist ein allgemeines Problem, dass die Menschen erst meckern und nicht mal Ahnung haben warum. Und in den wenigsten Fällen darüber nachdenken, was wir eigentlich den Bauern zu verdanken haben. Was uns fehlen würde, wenn wir sie nicht hätten. Und das wichtigste ist, dass diese Menschen einen verdammt harten Job hinlegen. Ohne geregelte Arbeitszeiten und geregelten Festlohn. Ohne schlecht Wetter und ohne Hitzefrei. Denk einfach mal drüber nach, bevor ihr Euch das nächste Mal aufregt über das ganz normale Dorfleben und zieht in die Stadt.

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